Aufbringen von Klebstoffen. Was ein Fliesenspezialist wissen muss

Das Angebot an Klebstoffen in Fachgeschäften ist sehr breit, aber wie wählt man den richtigen aus? Tatsächlich ist die Auswahl eines Klebstoffs keine so schwierige Aufgabe, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Das Wichtigste ist, die Zusammensetzung der Fliesen zu kennen, für die der Klebstoff ausgewählt wird. Wenn es Ton ist, ist der Kleber angemessen. Porzellan Steinzeug – eine spezielle Mischung zum Verlegen usw..

Wichtig sind auch die Bedingungen für den weiteren Betrieb der Fliese. Draußen feuchte Räume, verschiedene Heizungen – dafür gibt es spezielle Klebstoffe, die verwendet werden müssen.

Betrachten Sie zum Beispiel einen so beliebten Trockenmischungshersteller wie Henkel. Diese Firma produziert Klebstoffe verschiedener Marken, die für verschiedene Arten der Fliesenverlegung geeignet sind:

  1. Ceresit CM10 – geeignet für gewöhnliche Fliesen auf Tonbasis.
  2. Ceresit CM11 ist ein Klebstoff zur verstärkten Befestigung.
  3. Ceresit CM14 – zeichnet sich durch seine Elastizität aus.
  4. Ceresit CM12 – zum Verlegen von Steinzeug und großen Platten.
  5. Ceresit CM16 – zum Verlegen von Fliesen auf problematischen Untergründen (z. B. warmen Böden).
  6. Ceresit CM115 – gut geeignet zum Verlegen von Mosaiken.

Ich werde ein paar Worte über den Verbrauch von Klebstoffen sagen. Natürlich sollte die Oberfläche der Fliesen vollkommen flach sein. Dementsprechend ist der Leimverbrauch minimal, etwa 1 Beutel (25 kg) für 4-5 m2.

Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass die Dicke des Klebers im Putz oder Estrich beseitigt werden muss. Hier kann der Materialverbrauch deutlich steigen. 25 Kilogramm reichen möglicherweise nicht für einen Quadratmeter.

Es ist bekannt, dass die Trockenmischung mit Wasser verdünnt und mit einem Baumischer gemischt wird. Dies vermeidet Klumpen und erleichtert die Vorbereitung des Klebers. Und vergessen Sie nicht, die Lösung „schließen“ zu lassen, dh etwa 5 Minuten stehen zu lassen. Dann sollte es wieder gründlich gemischt werden und fertig – es ist gebrauchsfertig..

Natürlich haben viele gehört, dass Fliesenkleber mit einer speziellen Kelle (Kamm) auf die Oberfläche aufgetragen wird, aber nicht jeder weiß, wo, wie und wie viel er aufzutragen ist..

Früher wurden Fliesen, wie Sie wissen, auf Zementsandmörtel, Bitumen, Bustilat usw. verlegt. Diese Methode war jedoch sehr zeitaufwändig und rechtfertigte sich in vielerlei Hinsicht nicht. Wenn zum Beispiel das Ersetzen von Fliesen und das Wechseln der Beschichtung nicht so selten ist, stehen wir vor dem Problem der Demontage.

Wenn die Fliese auf einen Mörtel gelegt wird, ist das Entfernen problematisch. Sie müssen ein spezielles Werkzeug verwenden und viel Aufwand betreiben. Außerdem müssen die Wände nach dem Abbau wieder verputzt werden.

Bitumen und Bustilat sind in der Regel ein eigenständiges Thema. Um diese Kompositionen zu entfernen, müssen Sie viel versuchen..

Die Klebstoffzusammensetzung wurde also in erster Linie erfunden, um das Entfernen der alten Fliese zu erleichtern, ohne die Auflagefläche zu beschädigen.

Es gibt drei Möglichkeiten, Fliesenkleber aufzutragen:

  • einen Kamm auf die Fliese selbst auftragen
  • Lagerflächenanwendung
  • Anwendung auf beiden Oberflächen gleichzeitig

Was passiert, wenn der Klebstoff auf der Oberfläche verteilt wird? Indem wir eine gekerbte Kelle entlang der Auflageebene laufen lassen und eine Klebstoffschicht auftragen, reiben wir den Klebstoff einfach in die Mikroporen des Materials. Nach dem Trocknen wird eine solche Verbindung sehr stark. Wenn wir den Kleber jedoch auf die Oberfläche drücken, wird dieser Effekt nicht erreicht..

Daher die Schlussfolgerung. Im ersten Fall (der Verteilung des Leims auf der Fliese) bleibt die Fliese beim Zerlegen zusammen mit dem getrockneten Leim leicht hinter den tragenden Wänden zurück, und wir können unser Interieur ohne große Arbeitskosten leicht auf ein moderneres umstellen.

Der zweite Fall ist das Aufbringen einer Klebstoffzusammensetzung auf die Auflagefläche. Eher geeignet für diejenigen, die altes Material nach der Demontage intakt halten wollen. In der Tat bleibt nach dem Entfernen der Fliesen der gesamte Klebstoff an der Wand oder am Boden, und das Material selbst ist sauber und zum Verlegen an anderer Stelle geeignet..

Und der dritte ist die Anwendung auf beiden Oberflächen. Diese Methode wird für die dauerhafteste Installation von Keramikfliesen verwendet. Zum Beispiel Böden in Garagen oder verkehrsreichen Bereichen.

Das Entfernen von altem Klebstoff von einer Wand oder einem Boden kann manchmal viel Aufwand erfordern. Wenn das Volumen ebenfalls groß ist, ist dies praktisch unmöglich. Daher empfehle ich die Verwendung eines Spezialwerkzeugs wie einer Schleiftechnik. Natürlich wird es viel Staub geben, aber die Oberfläche bleibt eben und glatt..

Manchmal muss man den getrockneten Kleber von der Oberfläche der Fliese selbst entfernen. Darüber hinaus ist es wichtig, das Material selbst nicht zu beschädigen. Und hier hilft uns der Winkelschleifer und natürlich die Genauigkeit.

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