Schuttmauerwerk

Schuttmauerwerk ist ein Mauerwerk aus Natursteinen mit unregelmäßiger Form und zwei ungefähr parallelen Oberflächen (Betten). Für Mauerwerk geeignete Natursteine ​​sind Kalkstein, Sandstein, Muschelgestein, Tuffstein, Granit sowie Kopfsteinpflaster für den Bau von Fundamenten für Gebäude mit einer Höhe von bis zu zwei Stockwerken. Schuttsteine, die im Bauwesen verwendet werden, wiegen normalerweise bis zu 30 kg. Größere Steine ​​werden in kleinere vorgespalten. Dieser Vorgang wird als Sockelleiste bezeichnet. Gleichzeitig mit dem Sockel werden scharfe Ecken von Steinen abgeschnitten, das sogenannte Feststecken von Steinen erfolgt, wobei ihre Form auf ein Parallelepiped eingestellt wird. Zum Schneiden von Steinen wird ein rechteckiger Vorschlaghammer mit einem Gewicht von ca. 5 kg und zum Bearbeiten von Steinen eine Hammer-Nocke mit einem Gewicht von 2,3 kg verwendet, mit der scharfe Ecken gespalten werden (Abb. 1). Mit dem gleichen Hammer wird der Schutt beim Verlegen aufgebrochen und gespalten. Zusätzlich zu den in Abb. In 1 werden in Schuttmauerwerk die gleichen Werkzeuge verwendet wie in Ziegeln.

Schuttmauerwerk

Feige. 1. Werkzeuge fĂĽr Schuttmauerwerk.
a – Metallstampfer; b – Hammerkurve.

Bei der Schuttverlegung ist es schwierig, eine so grĂĽndliche Bearbeitung wie bei der Ziegelverlegung zu erreichen, da die Steine ​​nicht die richtige Form haben und nicht gleich groĂź sind. Daher erfolgt die Auswahl und Anordnung der Steine ​​in Werst-Reihen und auf der RĂĽckseite des Mauerwerks, um sicherzustellen, dass die Steine ​​beim Errichten von Wänden abwechselnd verlegt werden können: entweder mit der langen Seite – mit Löffeln, dann mit der kurzen Seite – mit einem StoĂź. Folglich wechseln sich in jeder Reihe von Mauerwerk die Kolben- und Löffelsteine ​​nacheinander sowohl in Werst als auch in Zabutka ab. In benachbarten Reihen werden Löffelsteine ​​über den StoĂźsteinen und Verbundsteine ​​über den Löffelsteinen gelegt. Auf diese Weise wird das Abrichten der Nähte aus Schuttmauerwerk bereitgestellt, das dem Abrichten der Kette beim Verlegen aus Ziegeln ähnlich ist. AuĂźerdem werden Steine ​​an Kreuzungen und in den Ecken von Wänden in Reihen angeordnet (Abb. 2)..

Schuttmauerwerk
Schuttmauerwerk

Schuttmauerwerk

Feige. 2. Verband Schutt Steinmauerwerk.
a – Wände; b – Mauern ĂĽberqueren; Ecken.

Beim Verlegen werden Steine ​​so ausgewählt und angepasst, dass nach Möglichkeit die gleiche Höhe einer Mauerwerksreihe im Bereich von 20 bis 25 cm und horizontale Nähte entstehen. Gleichzeitig können 2-3 dĂĽnne Steine ​​in eine Mauerwerksreihe gelegt werden, und einige groĂźe Steine ​​können in 2 benachbarte Mauerwerksreihen eingebaut werden. Schuttmauerwerk wird „unter dem Schulterblatt“, „unter der Halterung“ und „unter der Bucht“ ausgefĂĽhrt (Abb. 3).

Schuttmauerwerk

Feige. 3. Arten von Schuttmauerwerk.
a – „unter dem Schulterblatt“; b – unter der „Klammer“; c – in der Schalung; g – Ăśberraschung.
1 – Meilensteinsteine; 2 – Lösung; 3 – Boden mit TrĂĽmmern gelegt; 4 – Bettsteine ​​der ersten Reihe.

Das Verlegen unter dem „Schulterblatt“ erfolgt in horizontalen Reihen mit einer Dicke von 25 cm, wobei Steine ​​ausgewählt und festgesteckt, Hohlräume gespalten (gefĂĽllt) und die Nähte verbunden werden. Die erste untere Reihe wird auf einen vorbereiteten Untergrund gelegt, der aus groĂźen, mit dem Bett nach unten weisenden Steinen trocken ist. Damit die Steine ​​genau auf die Basis passen, werden sie mit einem Stampfer verärgert. Dann werden die Hohlräume zwischen ihnen mit kleinen Steinen oder Schotter gefĂĽllt und mit einer flĂĽssigen Lösung (mit einem Kegelzug von 13-15 cm) gefĂĽllt, bis alle Hohlräume zwischen den Steinen gefĂĽllt sind. Der Schotter wird auch durch Stampfen verdichtet. Ferner wird die Verlegung in der Reihenfolge unter Beachtung des Verbands auf einer Kunststofflösung durchgefĂĽhrt. Die Beweglichkeit des Mauerwerksmörtels sollte dem Eintauchen des Referenzkegels um 4-6 cm entsprechen.

Der Mauerwerksprozess nach der Methode „unter der Schulter“ wird in der folgenden Reihenfolge durchgefĂĽhrt. Jede nachfolgende Reihe beginnt mit dem Stapeln von Werst. Vor dem Bau der inneren und äuĂźeren Werst an Ecken, Kreuzungen und alle 4-5 m auf geraden Abschnitten der Mauer werden Leuchtturmsteine ​​auf eine Lösung gelegt. An den Leuchtturmsteinen auf beiden Seiten des Mauerwerks werden die Liegeplätze gezogen, entlang derer beim Mauerwerk die horizontale Reihe und die Geradheit der Vorderfläche der Fundamente und Wände ĂĽberprĂĽft werden. In der Höhe ausgewählte Steine ​​fĂĽr Werstreihen werden zunächst trocken ausgelegt, um die stabilste Position im Mauerwerk zu finden. Dann wird der Stein angehoben, eine 3-4 cm dicke Mörtelschicht wird gelegt und der Stein wird schlieĂźlich installiert und mit einem Hammer abgesetzt. Nachdem sie die Werst niedergelegt haben, beginnen sie, die Zabutka zu fĂĽllen.

Der Mörtel für die Unterlage wird wie für die Werst-Reihen mit einer Schaufel gefüttert und mit einem Überschuss ausgebreitet, so dass er beim Verlegen von Steinen in die vertikalen Nähte zwischen den Steinen gedrückt wird. Zaboutka kann aus Steinen jeder Größe und Form mit festem Sitz (ohne zu schwingen) auf dem Bett und unter Beachtung des Anziehens hergestellt werden, wobei Stöße mit Löffeln abgewechselt werden. Für eine engere Passform werden die Steine ​​mit einem Stampfer oder Hammer verärgert. Es ist darauf zu achten, dass die Steine ​​nicht ohne Mörtel miteinander in Kontakt kommen, da dies die Festigkeit des Mauerwerks erheblich verringert. Nach dem Verlegen der Zabutka wird das Mauerwerk gespalten, wobei Schotter und kleine Steine ​​mit schwachen Hammerschlägen in die Lösung gesetzt werden. Die Oberfläche der verlegten Mauerwerksreihe wird durch Hinzufügen von Mörtel nur zu den Aussparungen zwischen den Steinen geebnet. Die nächsten Mauerwerksreihen werden in der gleichen Reihenfolge ausgeführt.

Mauerwerk „unter der Klammer“ wird beim Bau von Wänden und Säulen verwendet. Dieses Mauerwerk ist eine Art „Schulterblatt“ -Mauerwerk und besteht aus Steinen gleicher Höhe, die anhand einer Schablone ausgewählt wurden.

Mauerwerk mit festgesteckter Vorderseite ist ebenfalls eine Art Mauerwerk „unter dem Schulterblatt“. Bei der AusfĂĽhrung dieses Mauerwerks werden Unregelmäßigkeiten auf der Vorderseite von Steinen im äuĂźeren oder inneren Werst vorgegraben. Mit einem Stift auf der Vorderseite werden normalerweise Säulen und Kellerwände ausgelegt.

Das Verlegen der Schalung nach der Methode „unter der Klinge“ wird durchgefĂĽhrt, um auf beiden Seiten der Wand eine glatte Oberfläche mit tiefem und unebenem Schuttstein zu erhalten. In diesem Fall muss die Auswahl von mehr eingebetteten Steinen fĂĽr verst Reihen und Ecken nicht erfolgen.

Das Verlegen „unter der Bucht“ besteht aus zerrissenem Schutt oder Kopfsteinpflaster ohne die Auswahl von Steinen und das Auslegen von Werst-Reihen. Das Verlegen „unter der Bucht“ erfolgt in der Schalung, die nach dem Ende der Erdarbeiten in den Gräben installiert wird. Wenn der Boden dicht ist, ist es bei einer Grabentiefe von bis zu 1,25 m möglich, das Mauerwerk ohne Schalung mit den Wänden des Grabens zu verlegen. Die erste Schuttschicht mit einer Höhe von 20-25 cm wird auf einen trockenen Untergrund ohne Mörtel, einen Sporn mit Wänden, gelegt und durch Rammen verdichtet. Dann fĂĽllen Sie alle LĂĽcken zwischen den Steinen mit feinem Stein und Schutt. Die gelegte Schicht wird mit einer flĂĽssigen Lösung gegossen, so dass alle Hohlräume gefĂĽllt sind. Die anschlieĂźende Verlegung erfolgt in gleicher Weise in horizontalen Reihen von 20 bis 25 cm Höhe, wobei jede Mauerwerksreihe mit Mörtel gefĂĽllt wird.

Schuttmauerwerk „unter der Bucht“ ist aufgrund seiner geringen Festigkeit nur fĂĽr Fundamente von Gebäuden mit einer Höhe von bis zu 10 m und nur fĂĽr Gebäude auf nicht abfallenden Böden zulässig.

Mauerwerk mit Vibrationsverdichtung hat eine um 25-40% höhere Festigkeit als Mauerwerk nach der Methode „unter der Klinge“. Die Steine ​​werden in der folgenden Reihenfolge verlegt: 1. Reihe – trocken, die Hohlräume zwischen den Steinen werden mit Schutt gefĂĽllt, und dann wird die Lösung mit einer Schicht von 40-60 cm verteilt und das Mauerwerk wird verdichtet, bis die Lösung nicht mehr in das Mauerwerk eindringt. Als nächstes wird die nächste Steinreihe in der „unter dem Schulterblatt“ -Methode auf die Lösung gelegt, mit einer Lösung bedeckt und erneut verdichtet. Solches Mauerwerk wird in einer Schalung oder einer Ausbuchtung mit Grabenwänden in dichten Böden ausgefĂĽhrt..

Zyklopisches Mauerwerk wird verwendet, wenn Sie eine dekorative Oberfläche erstellen mĂĽssen. Zu diesem Zweck wird Schuttmauerwerk in der „unter der Schulter“ -Methode ausgefĂĽhrt, und speziell ausgewählte Steine ​​werden fĂĽr die Vorderseite des Mauerwerks verwendet, wobei sie in vertikalen Reihen angeordnet werden, um ein Muster von Nähten zwischen ihnen zu erzeugen.

Schuttmauerwerk

Feige. 4. Zyklopisches Mauerwerk.

Diese Nähte sind ebenfalls konvex (2-4 cm breit) und gestickt. Manchmal werden grob behauene Steine ​​verwendet, um die Ecken zu verlegen und sie mit dem Mauerwerk in einem Verband zu verlegen. Es wird auch eine zyklopische Verkleidung von gewöhnlichem Schuttmauerwerk mit Bettsteinen nach dem Bau des Mauerwerks verwendet.

Artikel bewerten
An Freunde weitergeben
Empfehlungen zu jedem Thema von Experten
Einen Kommentar hinzufĂĽgen

Durch Klicken auf die Schaltfläche "Kommentar senden" stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu und akzeptiere die Datenschutzrichtlinie